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Pranayama im Natha Yoga

Die Lenkung des Atems ist eine subtile Sache. Wenn die Menschen nicht ausgereinigt, von einem kompetenten Lehrer angeleitet, Atemarbeiten ausführen, kann das in die Hose gehen. Das hat nichts mit Dogmatismus zu tun, sondern mit Integrität. Die Menschen haben ein Integritätsproblem. Sie folgen jeder Mode, jedem neuen Trend, ohne die Hintergründe zu kennen. Atemlenkung zu unterrichten benötigt viel Erfahrung und vor allem Menschen, die den Weg gehen, die Workshops besuchen, sich mal für einen Retreat anmelden um zu erfahren, wie man vegetarisch, ohne Frühstück essen kann und viel Energie haben kann. Im Natha Yoga üben wir die Atemlenkung bereits während den Yogastunden mit bestimmten Techniken und Bandhas. Das Wichtigste dabei ist, dass sich das Zwerchfell langsam entspannt, erst dann sollte mit Pranayama begonnen werden, wenn der Mensch Darmkuren (Kaya kalpa) gemacht hat, einen sattvischen Lebensstil verfolgt (keine tierischen Produkte) und möglichst wenig stimulierende Lebensmittel zu sich nimmt. Der sattvische Lebensstil lernt man nur langsam, denn es muss von innen heraus kommen, es soll eine freiwillige Wahl sein, sonst wird man frustriert. Man hat Auf und Abs, das gehört alles zum Prozess. Für einige Menschen ist das Essensthema schwierig, persönlich, intim. Für Andere ist es einfacher, einmal etwas nicht zur Verfügung zu haben oder einfach nur eine andere Wahl zu treffen. Weshalb wird denn so eine Sache gemacht mit dem Thema Pranayama? Weil es das vegetative Nervensystem, das Unterbewusstein berührt und damit sollte man nicht spielen. Die Schäden können irreversibel sein. Das ist nicht dasselbe, wie wenn man einmal Druck im Knie verspürt oder Muskelkater hat, auch ein Beinbruch heilt wieder. Jedoch die subtilen Bereiche eines Menschen, der nicht weiss, auf was er sich einlässt, zu betreten, das ist übergriffig und verantwortungslos. Auf dem Yogaweg wird man achtsam mit dem Thema Energie. Deshalb ist es wichtig, dass man sich nicht bei Jedem auf die Liege legt, Therapie Shoppen geht. Ein Therapeut ist nicht prädestiniert, dass er seine Arbeit gemacht hat. Einige schon, viele nicht. Viele Therapeuten, Heiler, Lehrer sassen bei mir schon im Yoga und die wenigsten hatten die Geduld und die Hingabe sich richtig einzulassen. Habt Geduld, liebe Natha Yoga Praktizierende, Ihr werdet den Himmel auf Erden geschenkt bekommen. Was Du im Natha Yoga lernst, ist sorgfältig aufgebaut, und wenn du anwesend bist, deine Schritte machst, kommst das Nächste. Wenn Hingabe da ist, wird der Hahn aufgedreht. Pranayama kommt im richtigen Moment. So habe ich es erfahren. Jeder Mensch hat sein Karma. Wer nicht lassen kann, sich vom Ego oder der Angst zu treiben, sich einzulassen, dann ist das so. Jedem Menschen sein Karma, auch da darf man nichts tun, nur zuschauen. Shiva und Shakti spielen ihr Spiel, und auch die Illusion, Maya, gehört dazu. Wer gefunden wird, ist nie mehr allein. Wer sich nicht finden lässt, sucht weiter. Ich war lange Suchende, bis ich tief im Inneren berührt wurde, immer wieder, bis ich angekommen war und anfing zu spüren, was ausserhalb des Verstandes, weiter als das Herz war. Namasté, Andrea


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